Leben - Blog


Kellerstudio vs Grauerort

 

Wir leben in einer ganz wunderbaren Zeit. Es ist heute für jeden möglich mit recht wenig Investment sein Hobby der Welt zu zeigen. Oftmals reicht eine Website und ein Konto auf irgendeinem asozialen Netzwerk und man wird berühmt. Wer es etwas kleiner möchte, nutzt dennoch die gleichen Möglichkeiten und erfreut sich daran, dass sich andere daran erfreuen. Ob sich daraus dann einmal mehr entwickelt kann man am Anfang ja nie wissen. Gerade weil es überhaupt nicht geplant war hat sich Herr M wahnsinnig gefreut, als die Musiker von der Kellerstudio-Band angefragt haben, ob er nicht ein paar Fotos für all das machen kann, wofür Musiker halt Fotos benötigen. 

Und so traf man sich Anfang November in der Festung Grauerort, packte Equipment, Ideen, Bier und gute Laune aus und begann zu shooten. Nach 3 Stunden waren dann eine ganze Menge Bilder auf der Speicherkarte gelandet und warteten auf die Auswahl und die Nachbearbeitung. Ihr könnt einige im Bereich Fotografie hier auf der Webseite sehen und einige weitere im Einsatz auf der Seite http://www.kellerstudio-band.de/

Schaut euch dort mal um und hinterlasst den Jungs gerne einen Kommentar. 

 

Das schönste Fest des Jahres

Endlich war es wieder soweit. Das schönste Fest des Jahres stand an. Und nein, wir sprechen weder von Weihnachten, noch von irgendeinem Geburtstag oder einer lapidaren Gartenparty. Es geht natürlich um den Dürkheimer Wurstmarkt, das größte Weinfest der Welt. Für uns jedes Jahr wieder eine logistische Herausforderung, da die Anreise doch ein paar viele Stunden dauert. Seit wir jedoch mit dem Reisemobil unterwegs sind, dauert die Anreise zwar noch länger, dafür beginnt der Spaß aber schon mit der Abfahrt. 

So richtig los geht es aber dann trotzdem erst, wenn sich das Haus füllt, die ersten Dubbegläser geleert sind und der Ruf nach der ersten Runde über den Wurstmarkt laut wird. Es war auch dieses Jahr wieder wie immer: wunderbar und viel zu schnell vorbei.

 

Manchmal muss es LAUT

 

Harsefeld ist ein ganz wunderbares Fleckchen Erde. Es gibt so viele tolle Menschen, die sich engagieren, Verantwortung für soziale Projekte übernehmen oder einfach Dinge aus Spaß an der Freude tun. Irgendjemand im Stadtmarketing hat sich dann gedacht, dass es eine gute Idee sei, all diesen wunderbaren Aktivitäten eine Plattform zu bieten und sie jedem zugänglich zu machen, der sich für seine Mitmenschen interessiert. So, oder so ähnlich muss der “Abend der Begegnung” entstanden sein, der dieses Jahr zum ersten mal im Klosterpark stattgefunden hat. Nicht alles muss jeder gut finden und so gab es auch einige skurrile Präsentationen. Herrlich diese Vielfalt! 

Der für viele Besucher verstörendste Teil dürfte dann der Auftritt von SORB gewesen sein. Die Jungs machen laut eigener Definition Trümmerpunk, sind laut, sind schnell und in ihren Texten, sofern man sie versteht, sehr sozialkritisch. Zum Glück habe ich eine Schallplatte zu Hause stehen, auf deren Hülle die Liedtexte abgedruckt sind. Das macht vieles einfacher. Dass nicht alle Besucher des Klosterparks an dem Abend sich die Mühe machen würden, die Tiefgründigkeit der Performance zu hinterfragen, war wohl auch den Veranstaltern klar, und so durfte SORB zum Abschluss des Abends die Bühne rocken. 

Herr M war ganz erstaunt, wie viele Harsefelder sitzen geblieben sind und es zumindest versucht haben. Jedenfalls so lange, bis der große Regen kam. Dann leerten sich die Tische und Bänke zunehmends und übrig blieb der harte Kern der SORB und Punkfreunde. Die haben dann ganz ordentlich gefeiert. Im Regen. Mit Bier. Und das Ganze in LAUT.  

 

NULL-ACHT-FÜNFZEHN: EXTREM GUT

Herr M freut sich gerade ein Loch in den Bauch. Nicht nur, dass er das immer tut, wenn er in seine alte Heimat zurückkehrt, nein, auch die Tatsache, dass die Weinlandschaft immer besser wird, trägt zu diesem Glücksgefühl bei. Irgendwann, vor bummeligen zwanzig Jahren hat ein Wandel in der Pfalz angefangen. Viele Winzer, die den Hof von ihren Eltern übernommen haben, waren, geprägt durch Einflüsse aus Frankreich und Übersee, zu der Erkenntnis gekommen, dass es keine Zukunft hat, weiterhin Zechwein zu produzieren, wie das in der Pfalz seit Generationen der Fall war. Man hat, nicht nur, aber gerade auch vor der Haardt, mit die besten Weinlagen Deutschlands und produzierte auf Masse. Diese Weine gingen dann für zweimarkfufzig auf der Literflasche über den Tresen. Klar, man hatte als Weingut seine Klientel, die auch treu war, nur wurde diese immer älter, und speziell die nächste Generation potentieller Weinkäufer hatte zum einen eine viel weltoffenere Herangehensweise an kulinarische Genüsse, als auch weniger Scheu, bei Aldi oder Metro einen Spanier, Franzosen oder Südafrikaner fürs gleiche Geld nach Hause zu holen. Es gab damals eigentlich nur zwei Wege für die heranstrebende Winzergeneration in der Pfalz: Masse oder Qualität.

Zum Glück haben sich fast alle Weingüter für Qualität entschieden. Und wie immer im Leben klappte das bei den einen besser, als bei anderen. In Summe hat das Streben nach dem besseren Wein aber dazu geführt, dass man heute in fast jeder Ecke der Pfalz einen ganz ausgezeichneten trockenen Basiswein, meist einen Riesling bekommt. Klar gibt es den nicht mehr für zweimarkfufzig, aber der Genuss ist auch um ein vielfaches größer.

Ein Beispiel gefällig? Bei einer Fahrradtour nach Freinsheim, einem kleinen Ort vor Bad Dürkheim hat Famile M4Hess in der 0815extremgut-Lounge Pause gemacht. Es gab eine sehr entspannte Atmosphäre unter freiem Himmel, unfassbar guten Flammkuchen (die französischen Einflüsse in der Region, und scheinbar auch die Passion der Betreiber) sowie eine Schorle aus einem Wein, der vor zwanzig Jahren wahrscheinlich noch im Gourmetteil des ortsansässigen Nobelrestaurants gestanden hätte. Herr M hätte gerne noch einen weiteren Schoppen getrunken, dachte dann aber an den Heimweg, und konnte den Verzicht ganz gut verschmerzen. Denn leckeren Wein bekommt man heutzutage an fast jeder Ecke der Pfalz.

 

Barbiepuppenmassaker

Zugegeben, Herr M ist kein großer Freund von Barbie, Ken und Co. Irgendwie war das früher immer so ein Mädchending. Jungs fanden Ken traditionell doof, und um von den ausgeprägten Rundungen der Damen angesprochen zu werden, war Herr M noch zu jung. Damals fand Herr M aber auch Mädchen generell noch doof. Das zumindest hat sich geändert. 

Frau M hingegen hatte ein ansehnliches Repertoire an Plastikpuppen der amerikanischen Firma in ihrer Jugend angesammelt. Diese wurden gehegt und gepflegt, um sie irgendwann an ihre Töchter weitergeben zu können. Das hat sie dann auch getan. Und zusammen mit diversen Geburtstags- und Weihnachtsgeschenken ist die Plastikpuppenfamilie inzwischen auf eine wirklich ansehnliche Anzahl angestiegen. Dass im harten Spielealltag dann das ein oder andere Malheur passiert ist wahrscheinlich nicht zu vermeiden. Arm ab, Bein ab, Fuß ab oder Kopf ab – für jeden Chirurgenfetisch ist etwas dabei. Irgendwie tut Herr M das ja auch ein bisschen leid, die Puppen da so liegen zu sehen und so wird geklebt, was noch zu kleben ist. Einzig Ken ist noch nicht auf dem Operationstisch gelandet. Scheinbar wird der nicht bespielt. Manchmal ist es eben auch gut doof zu sein.

 

Bilderbacklog

 

Hach, wie schön! Die Tage werden wieder länger, die Sonne lässt sich für Februar erfreulich oft sehen, und irgend so ein Hoch pustet warme Luft in unseren Garten. Herr M müsste lügen, wenn er behauptet, dass früher alles besser war. Jedenfalls nicht letztes Jahr im Februar.

Was 2018 allerdings deutlich besser, weil geringer war, ist der Rückstand an unbearbeiteten Bildern im viel zu dick aufgeblähten Lightroom Katalog. Fotografen mit modernen Kameras werden wissen, wovon Herr M hier spricht. Dieser Zustand kann sich auch ganz schnell in eine nicht mehr zu stoppende Abwärtsspirale entwickeln, und daher war Herr M die letzten Tage fleißig, hat selektiert, markiert, gecroppt, an Reglern gezupft und exportiert, was das Zeug hält. Und warum ist das einen Blogeintrag wert?

Weil auf unserer Familienwebseite unter dem Punkt Fotografie drei neue Unterseiten hinzugekommen sind, die euch einen kleinen Eindruck unserer Reiseaktivitäten aus dem letzten Jahr geben. Viel Vergnügen!

 

Hoch über München

 

Herr M war mal wieder in München. Nicht aus Spaß an der Freude, sondern weil dort Messe war. Auf der trifft sich die Branche alle zwei Jahre, bespricht fürchterlich wichtige Dinge und feiert sich auch so ein bisschen selbst. Da die Firma, für die Herr M arbeitet seine Anwesenheit irgendwie für unabdingbar hielt, hat sie ihm nicht nur Flugtickets, sondern auch gleich ein Zimmer im gleichen Hotel wie vor zwei Jahren gebucht. Damals noch im fünfzehnten Stock, und heuer dann im einundzwanzigsten. Muss nun wirklich nicht sein, für jemanden, der Frau M schon die Leiter hochschickt, wenn es mehr als drei Meter in die Höhe geht. Herr M könnte jetzt ja auch einfach die Balkontür geschlossen lassen, die Vorhänge zu ziehen und versuchen, die Welt da draußen zu vergessen. Man kann sich aber auch überwinden, rausgehen und ein kleines Panorama vom Ausblick machen. Der ist zugegebenermaßen nicht besonders hübsch, aber immerhin hat sich Herr M getraut.  

 

Spieglein, Spieglein in der Stadt

 

 

Anfang Oktober war Herr M mit der Olympus Fotogruppe in Buxtehude unterwegs. Wir hatten uns als Aufgabe das Thema "Spiegelungen" gestellt. Treffen um 18 Uhr, gemeinsames Loslaufen und falls einer verloren geht, erneutes Treffen um 20 Uhr am Startpunkt. Jetzt mal ehrlich - wer soll da schon verloren gehen bei einer überschaubaren kleinen Gruppe von 8 Personen? Nach nicht mal einer Viertelstunde war ich dann alleine am Hafen unterwegs. Huch.... da hatte mich das zu erarbeitende Motiv so stark in seinen Bann gezogen, dass ich die Aktivitäten der anderen um mich rum, komplett ausgeblendet hatte. So soll Hobby und Entspannung sein. Herrlich! In den nächsten eineinhalb Stunden traf man dann immer mal wieder jemanden aus der Gruppe, fachsimpelte kurz, versuchte sich vielleicht auch am gleichen Motiv und versank dann wieder in seinen eigenen Gedanken und fotografierte alleine vor sich hin. Um 20 Uhr versammelten sich auch wieder alle am Platz vor der Petri Kirche, und es wurde noch das Erlebte besprochen, der ein oder andere Rat eingeholt und beschlossen, beim Treffen im November eine kleine Bildbesprechung durchzuführen, bei der jeder Teilnehmer maximal 4 Fotos mitbringen durfte. Sich einzuschränken und zu limitieren, loszulassen und eine Auswahl treffen zu müssen hat dann doch einige Mühe und Überlegungen gekostet. Hier auf dem Block soll es sogar nur ein Foto sein. Das auszuwählen wiederum fällt mir leicht.

Gutes aus der Pfalz

 

Ach ja, was sollen wir da viel schreiben? Es war mal wieder Wurstmarkt. Wir waren da. Unsere Freunde waren da. Und auch sonst noch viele andere Menschen, die „das Größte Weinfest der Welt“ gefeiert haben. Das Wetter hat mal wieder mitgespielt, so wie die letzten Jahre auch. Und so ist es uns schwer gefallen uns zu erinnern, wann wir das letzte Mal bei 4 Grad im Regen zitternd zwischen den Schubkärchern standen. So richtig wussten wir es nicht, fanden es auch nicht schlimm und machten uns wieder Gedanken darum, ob man sich hätte eincremen müssen, um keinen Sonnenbrand zu bekommen.

 

Und sonst? Der Wein war super. Die Fahrgeschäfte bunt und laut. Das Essen an den richtigen Ständen lecker. Und die vielen tollen Gespräche sehr inspirierend. Kurzum: es war alles so, wie wir uns das gewünscht haben. Und jetzt? Jetzt fiebern wir schon dem nächsten Jahr entgegen und würden uns sehr darüber freuen, wenn wir wieder die Frage des richtigen Lichtschutzfaktors diskutieren könnten.

 

 

Fast wie Urlaub nach dem Urlaub

Jetzt ist der Sommerurlaub auch schon wieder ein paar Tage vorbei. Wir hatten eine wunderbare Zeit, sind mit dem Reisemobil durch Südschweden gefahren, haben das wunderbare Wetter, das tolle Land, sowie die vielfältigen Möglichkeiten sich in der Natur zu bewegen sehr genossen. Dieses Jahr waren die Küsten auf Grund der im ganzen Land vorherrschenden Temperaturen besonders bevölkert. Die von uns angesteuerten Campingplätze waren durch die Bank überdurchschnittlich gut besucht. Zum Glück hatten wir entgegen unserer sonstigen Gewohnheit vorgebucht. Das wäre sonst speziell an der Westküste voll ins Auge gegangen.

 

Jetzt haben wir bereits wieder die ersten Wochen Arbeitswahnsinn sowie den Schulanfang hinter uns. Das Wetter hat zum Glück etwas abgekühlt und wir genießen die knapp über 20 Grad in unserem Garten. Alle zwei Wochen mal ein kräftiger Regen mit wunderschönem doppelten Regenbogen hilft auch den Pflanzen, sich nach der Hitze und Trockenheit zu erholen und möglichst lange grün zu bleiben. Hoffentlich bleibt das so noch eine Weile. Das ist dann fast, wie der Urlaub nach dem Urlaub.